Primärstrom

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Anschluss des Oszilloskops beim Messen des Primärzündkreisstroms

Schließen Sie die 60-A-Stromzange an Kanal A des PicoScopes. Wählen Sie den 20-A-Bereich, und schalten Sie die Stromzange ein. Drücken Sie vor dem Anschließen der Stromzange an den Stromkreis die Nulltaste.

Die Stromzange sollte direkt am Stromkabel der Spule angebracht werden und nicht am Kabelbaum, der auch (je nach Zündanlage) die Minusleitung(en) enthält. Der Anschluss wird auf Abbildung 1 dargestellt.

Die Kurve zeigt an, wie schnell die Spule „gesättigt“ wird. Je flacher die Kurve, desto länger dauert es, die Spule aufzumagnetisieren. Die Kurve scheint eine Zeit lang abzuflachen. Dies zeigt, dass die Ladung an dieser Stelle vom Zündverstärker aufrechterhalten wird, nachdem die erforderliche Stromstärke erreicht wurde. Der Strom wird gehalten, bis der Zündverstärker die Erdrückleitung freigibt. Dann fällt die Kurve vertikal ab. Diese vertikale Linie ist ebenso wichtig, da eine abfallende Linie darauf hinweist, dass der Zündverstärker nicht rasch genug schaltet und die induzierte Spannung folglich beeinträchtigt wird.

Wenn die Beispielkurve auf dem Bildschirm angezeigt wird, können Sie nun die Leertaste drücken, um sich Live-Messwerte anzusehen.

Anmerkungen zur Beispielkurve

Die Beispielkurve zeigt, wie der Strombegrenzungskreis wirkt. Zu Beginn der Verweilzeit wird der Strom eingeschaltet und steigt, bis die benötigten 5-10 Ampere (je nach System) im Primärstromkreis erreicht sind. Ab diesem Zeitpunkt wird die Stromversorgung aufrechterhalten, bis sie zum Zündzeitpunkt freigegeben wird.

Die Verweilzeit wird verlängert, so wie die Motorendrehzahl erhöht wird. Dies sorgt für eine konstante Spulensättigung, deshalb der Begriff „konstante Energie“. Die Spulensättigungszeit kann gemessen werden, indem das Zeitlineal auf den Beginn der Verweilzeit und das andere auf die induzierte Spannungslinie platziert werden. Ungeachtet der Motordrehzahl bleibt dieser Wert stets unverändert.

Technische Informationen

Der Zündverstärker dient dazu, den relativ hohen Primärstrom von ca. 5 bis 10 Ampere zur Masse zu schalten, wenn das Bauteil ein Signal vom Signalgeber oder vom elektronischen Steuergerät (ECM) erhält. Der Spulenausgang wird von der Geschwindigkeit der Schaltung bestimmt. Je schneller sie ist, desto größer ist die Induktionsspannung, die in die Primärwicklung der Spule geführt wird. Der Zündverstärker kann am besten als Halbleiterrelais beschrieben werden, über das mit einer geringeren Stromstärke eine wesentlich höhere geschaltet werden kann. Da eine derart hohe Stromstärke das Bauteil erhitzt, sollte reichlich Wärmeschmiermittel auf die Kontaktfläche aufgetragen werden, um die Wärme besser zu verteilen. Sonst wird sich das Bauteil erhitzen und versagen. Die Erdleitung ist für den korrekten Betrieb des Zündverstärkers entscheidend. Eine Erdrückleitungskurve und ihre Beschreibung sind im Hauptmenü zu finden.

Der Verstärker kann auch als „Modul“ oder als „Zünder“ bezeichnet werde (wie in Japan zum Beispiel).

AT387-1(DE)

Haftungsausschluss
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