Gaspedalsensor

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Anschluss des Oszilloskops

Schließen Sie das BNC-Prüfkabel an Kanal A des PicoScopes an. Bringen Sie eine schwarze Krokodilklemme an der schwarzen Sonde (Minus) an, und verbinden Sie diese mit einem geeigneten Massenpunkt. Schließen Sie eine Prüfspitze an das rote Kabel (Plus) an, um einen der Potenziometeranschlüsse am Mehrfachstecker des Gaspedalpositionssensors abzutasten (siehe Abbildung 1).

Schließen Sie das BNC-Prüfkabel an Kanal B des PicoScopes an. Verbinden Sie eine Prüfspitze mit dem roten Kabel (Plus), um den anderen Potenziometeranschluss am Mehrfachstecker des Gaspedalpositionssensors abzutasten. Ist ein geeignetes Breakout-Kabel verfügbar, so kann dieses anstelle der Prüfspitze verwendet werden.

Beispielkurve - Dual-Analog

Anmerkungen zur Beispielkurve

In diesem Beispiel ist der Gaspedalpositionssensor ein Potenziometer. Er empfängt zwei Referenzspannungen vom Antriebsstrang-Steuergerät (Powertrain Control Module oder PCM), hat zwei Massenleitungen und zwei Signalleitungen, die dem Steuergerät mittels unterschiedlicher Spannungen die Position des Gaspedals melden. Die zum Steuergerät zurückgemeldete Spannung variiert von Hersteller zu Hersteller, ist jedoch wahrscheinlich nie höher als 5 Volt.

Technische Informationen

Mit zunehmender elektronischer Steuerung und dem damit verbundenen Rückgang an beweglichen mechanischen Bauteilen ist unvermeidlich, dass mehr Bauteile mittels „Fly-by-Wire“ (drahtgebundene Steuerung) gesteuert werden.

Ein Beispiel dafür ist die Drosselklappe. Die meisten derzeit gefertigten Fahrzeuge haben kein Gaspedalkabel mehr, sondern benutzen stattdessen einen Gaspedalpositionssensor, zusammen mit einem elektronischen Drosselklappenstellglied (ETC), der einen elektronischen Drosselmotor und einen Drosselpositionssensor beinhaltet.

Der Gaspedalpositionssensor besteht aus einem oder häufiger zwei am Gaspedal angebrachten Potenziometern. Beim Drücken des Gaspedals wird ein Spannungssignal an das Antriebsstrang-Steuergerät zur Übermittlung der genauen Position des Gaspedals und damit des Beschleunigungsbefehls des Fahrers gesendet. Infolge dieser Eingabe erzeugt das Steuergerät dann eine Ausgabe an das betreffende Stellglied, in diesem Fall den Drosselklappensteller. Wie bereits erwähnt, hat der Gaspedalpositionssensor gewöhnlich zwei Potenziometer. Sie fungieren als Plausibilitätsprüfung und darüber hinaus in bestimmtem Maß als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme.

Das Signal wird mit verschiedenen Methoden erzeugt. Mehrheitlich wird die im gesamten Motorsteuersystem übliche 5-Volt-Referenz eingesetzt. Am verbreitetsten sind die beiden folgenden Methoden der Signalerzeugung:

Abbildung 2

Potenziometer 1 erzeugt ein Signal von 0,3 bis 4,8 Volt (rote Kurve auf Abbildung 2) und Potenziometer 2 erzeugt ein Signal von 0,5 bis 4,8 Volt (blaue Kurve auf Abbildung 2). Steht das Gaspedal auf 45 Grad, so kann Potenziometer 1 beispielsweise ein Signal von 2 Volt und Potenziometer 2 ein Signal von 3 Volt ausgeben.

Abbildung 3

Potenziometer 1 erzeugt ein Signal von 0,3 bis 4,8 Volt (rote Kurve auf Abbildung 3) und Potenziometer 2 erzeugt ein Signal von 4,8 bis 0,3 Volt (blaue Kurve auf Abbildung 3). Steht das Gaspedal auf 0 Grad, so kann Potenziometer 1 beispielsweise ein Signal von 0,5 Volt und Potenziometer 2 ein Signal von 4,5 Volt ausgeben.

Nachdem das Antriebsstrang-Steuergerät die Signale auf diese Art empfangen hat, kann es prüfen, ob die Informationen korrekt sind. Steht das Gaspedal beispielsweise auf 45 Grad, so gibt Potenziometer 1 zwei Volt und Potenziometer 2 drei Volt aus. Eine Abweichung interpretiert das Steuergerät als möglichen Defekt und zeichnet den zugehörigen Fehlercode auf. Sollte die Ausgabe eines Potenziometers ausfallen, so schaltet das Steuergerät auf den Failsafe- bzw. Notbetrieb und löst häufig den Leerlauf aus oder begrenzt das Betätigen der Drosselklappe und schaltet die Warnleuchte ein. Durch den Einsatz zweier Potenziometer kann das Steuergerät außerdem überwachen, wie stark das Gaspedal gedrückt wird, die Stellung der Drosselklappe erfassen und die Kraftstoffversorgung entsprechend abstimmen.

Abhilfe bei fehlerhaften Kurven

Sollten Sie einen Signalfehler vermuten, so prüfen Sie die Verdrahtung vom Steuergerät und Gaspedalpositionssensor.

Das Steuergerät muss gut mit Strom und Masse versorgt werden.

Den (abgetrennten) Gaspedalpositionssensor mit einem Ohmmeter prüfen.

Pindaten

Beispieldaten für die Pinbelegung

An einem Smart Forfour 1.1 Benziner Baujahr 2005 getestet.
Hella Bauteil
6-poliger Anschluss

Pol 1 = 2,5 V Referenzspannung (gelb/rot)
Pol 2 = 5,0 V Referenzspannung (gelb/grün)
Pol 3 = Signalspannung, ca. 1 V bei geschlossenem Drosselventil & 3,8 V bei offenem Drosselventil (grau).
Pol 4 = 0 V Masse (braun/weiß)
Pol 5 = 0 V Masse (braun)
Pol 6 = Signalspannung, ca. 0.5 V bei geschlossenem Drosselventil & 1,8 V bei offenem Drosselventil (rosa/schwarz).

Alle genannten Werte sind ungefähre Werte und wurden mit einer Prüfspitze bei eingeschalteter Zündung und angeschlossenem Mehrfachstecker gemessen.

Anmerkungen zur Beispielkurve

Dieser analoge/digitale Gaspedalpositionssensor erzeugt eine analoge Spannung (Kanal A, blaue Kurve) und eine digitale Ausgabe (Kanal B, rote Kurve). Die Analogspannung ist wie in der vorherigen Signalkurve zur Stellung des Gaspedals proportional. Die Digitalspannung ist eine Abfolge von ca. 12-Volt-Impulsen veränderlicher Breite. Die Breite jedes Impulses ist zur Analogspannung zum jeweiligen Zeitpunkt proportional, wie in den Abbildungen 5a, b und c gezeigt.

AT063-2(DE)

Haftungsausschluss
Diese Online-Hilfe kann ohne vorherige Benachrichtigung geändert werden. Die Informationen darin wurden sorgfältig geprüft und als korrekt erachtet. Die Informationen sind ein Beispiel, das auf unseren Untersuchungen beruht und keine definitive Erklärung. Pico Technology haftet in keiner Weise für irgendwelche Fehler. Jedes Fahrzeug kann anders sein und benötigt individuelle Testeinstellungen.