Verdichtungsverhältnis - Dieselmotor

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

PicoScope und PicoDiagnostics

Obgleich das Verdichtungsverhältnis mit dem PicoScope gemessen werden kann, ist es meist leichter, das in PicoDiagnostics integrierte Testverfahren anzuwenden. PicoDiagnostics ist in all unseren Diagnosekits enthalten.

Anschluss des Oszilloskops beim Messen des Verdichtungsverhältnisses eines Dieselmotors

Legen Sie die Stromzange an Kanal A an.

Die Zange sollte um einen der beiden Batterieanschlüsse (Strom führend oder Erde) gelegt werden, je nachdem, welcher den einfachsten Anschluss ermöglicht, siehe Abbildung 1.

Die Stromzange muss eingeschaltet und korrekt ausgerichtet sein. Auf einer Seite befindet sich ein Pfeil, der zum Pluspol (+) der Batterie, auf der anderen ein Pfeil, der zum Minuspol (-) der Batterie weist. Ein falscher Anschluss führt zu einem invertierten Oszilloskopbild. In der Beispielkurve lässt sich erkennen, dass die Stromaufnahme bei einem Dieselmotor bedeutend höher als bei einem Ottomotor ist.

 

Wenn die Beispielkurve auf dem Bildschirm angezeigt wird, können Sie nun die Leertaste drücken, um sich Live-Messwerte anzusehen.

Eventuell muss die Zeitbasis (ms/Einheit) geringfügig angepasst werden, um schnellere oder langsamere Anlasserdrehzahlen auszugleichen.

Wenn die Beispielkurve auf dem Bildschirm angezeigt wird, können Sie nun die Leertaste drücken, um sich Live-Messwerte anzusehen.

Beispielkurven

Anmerkungen zur Beispielkurve

Diese Kurve dient einem doppelten Zweck:

  • Messen der zum Anlassen des Motors benötigten Stromstärke
  • Auswerten der Verdichtungsverhältnisse

Diese bestimmte Kurve dient einem doppelten Zweck:

  • Messen der zum Anlassen des Motors benötigten Stromstärke
  • Auswerten der Verdichtungsverhältnisse

Die zum Anlassen des Motors benötigte Stromstärke hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise Hubraum des Motors, Zylinderzahl, Viskosität des Öls, Zustand des Anlassers, Zustand des Anlasserschaltkreises und der Verdichtung in den Zylindern.

Der Strombedarf für einen typischen 4-Zylinder-Dieselmotor liegt zwischen 200 bis 300 A. Die Verdichtungsverhältnisse lassen sich miteinander durch Überwachung des Stroms vergleichen, der zum Hochdrücken jedes Zylinders im Verdichtungstakt benötigt wird. Je besser die Verdichtung, desto höher die Stromaufnahme und umgekehrt. Es ist daher wichtig, dass die Stromaufnahme an jedem Zylinder gleich ist.

Diese Prüfung liefert nur einen Vergleich der einzelnen Zylinder und ist kein Ersatz für eine tatsächliche Verdichtungsprüfung mit einem geeigneten Messgerät. Aufgrund der Unzugänglichkeit eines Dieselmotors ist diese Prüfung jedoch äußerst nützlich bei der Diagnose von Verdichtungs-/Zündungsproblemen eines Dieselmotors.

BEACHTEN:-: Bei Verdichtungsprüfungen an einem Dieselmotor muss sichergestellt werden, dass das passende Messgerät verwendet wird (Dieselmotoren haben eine weitaus höhere Verdichtung als Ottomotoren). Außerdem muss die Kraftstoffversorgung zu den Einspritzventilen durch elektrische Trennung des Magnetventils der Kraftstoffabschaltung gestoppt werden.

Die folgende Kurve zeigt einen Motor mit Kompressionsverlust an einem Zylinder.

BEACHTEN:- Bei der Verdichtungsprüfung eines Ottomotors ist empfehlenswert, den Primärzündkreis zu isolieren, um zu verhindern, dass gestreute Hochspannung die elektronischen Schaltungen schädigt.

Weitere Informationen

Zum Betrieb eines Motors wird ausreichende Verdichtung benötigt. Die durch den steigenden Kolben gelieferte Kompression wird durch die Verdichtung des Hubraums im Verbrennungsraum bestimmt. Man bezeichnet dies als Verdichtungsverhältnis. Die Kompression wird außerdem durch die Effektivität der Abdichtung zwischen der Zylinderwand und dem Kolben bestimmt. Diese Abdichtung wird durch die Kolbenringe aufrechterhalten. Das Gleiche gilt für den Sitz am Einlass- und Auslassventil.

Kolbenringe werden aus Gusseisen im Schleudergussverfahren hergestellt, das einen Radialdruck erzeugt und die Dichtung bildet. Gusseisen wird auch wegen seiner ausgezeichneten Eigenschmierungseigenschaften verwendet.

Wenn die Verdichtungsverhältniskurve auf ein Problem hinweist, so muss eine Verdichtungsprüfung durchgeführt werden. Eine typische Dieselverdichtung kann zwischen 19 bar und 34 bar liegen. Dieser Druck ist bei Fahrzeugen mit indirekter Einspritzung etwas niedriger und bei Direkteinspritzung etwas höher. Der Dieselmotor benötigt die Verdichtung, um die Wärme zu erzeugen, die zum Zünden der eingespritzten Kraftstofftröpfchen erforderlich ist. Jede Reduktion der Verdichtung verringert die erzeugte Wärme und beeinträchtigt den Verbrennungsprozess. Eine niedrige Verdichtung führt letztendlich dazu, dass der Zylinder nicht zündet. Es ist daher unerlässlich, dass die Ventilspiele (wenn einstellbar) den Vorgaben des Herstellers gemäß eingestellt werden.

Eine niedrige Verdichtung kann folgende Ursachen haben:-

  1. Mangelnde Abdichtung zwischen Zylinder und Kolben
  2. Schlechter Sitz der Ansaug- und Abgasventile
  3. Gebrochene oder festgefressene Kolbenringe
  4. Falsche Nockenwelleneinstellung
  5. Blockierter Ansaugtrakt

Alle Messwerte sollten ähnlich sein. Liegt ein Wert deutlich unter den anderen, kann eine „nasse“ Prüfung durch Einspritzen einer kleinen Menge Öl in den Zylinder und erneute Prüfung der Kompression erfolgen. Durch Einschluss von Öl wird eine enge Abdichtung zwischen Kolben und Bohrung sichergestellt. Steigt daher die Kompression danach wieder, liegt der Fehler bei den Kolbenringen, ist nur ein sehr geringer Unterschied sichtbar, liegt der Fehler bei den Ventilen.

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Kompressionswert nicht mehr als 25 % betragen sollte.

AT005-3(DE)

Haftungsausschluss
Diese Online-Hilfe kann ohne vorherige Benachrichtigung geändert werden. Die Informationen darin wurden sorgfältig geprüft und als korrekt erachtet. Die Informationen sind ein Beispiel, das auf unseren Untersuchungen beruht und keine definitive Erklärung. Pico Technology haftet in keiner Weise für irgendwelche Fehler. Jedes Fahrzeug kann anders sein und benötigt individuelle Testeinstellungen.