PD-Einspritzsystem Einspritzventile bei PD-Einheiten unter Verwendung einer 0-60-A-Stromzange und von zwei BNC-Prüfkabeln

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Anschluss des Oszilloskops beim Messen von PD-Einspritzsystemen

Kabelbaummehrfachstecker orten:

Der Kabelbaum für die Einspritzventile ist über den runden Mehrfachstecker an der Rückseite des Zylinderkopfs zugänglich. Ggf. muss der Mehrfachstecker entfernt werden. Dazu den Sperrstift lösen und dann die Isolierung des Kabelbaums vorsichtig entfernen und genug Draht freilegen, um die Anschlüsse herzustellen. Nach Abschluss der Tests den Mehrfachstecker wieder anbringen und die Isolierung des Kabelbaums instand setzen.

Kanal A

Schließen Sie die 60-A-Stromzange an Kanal A des Oszilloskops an. Stellen Sie die Stromzange auf 20 Ampere und Auto-Zero-Schaltung ein. Die Stromzange an die Plusleitung des zu testenden Einspritzventils anschließen. Dazu ggf. das Schaltbild des Herstellers hinzuziehen.

Kanal B

Schließen Sie ein BNC-bis-4-mm-Prüfkabel an Kanal B des Oszilloskops an. Schließen Sie eine Akupunktursonde an den farbigen Anschluss des Prüfkabels (Plus) an. Platzieren Sie eine schwarze Krokodilklemme an den schwarzen Anschluss (Minus) und an einen geeigneten Masseanschluss im Motorraum an. Die Stromzange an die gemeinsame Plusleitung der Einspritzventile anschließen. Dazu ggf. das Schaltbild des Herstellers hinzuziehen.

Kanal C

Schließen Sie ein BNC-bis-4-mm-Prüfkabel an Kanal C des Oszilloskops an. Schließen Sie eine Akupunktursonde an den farbigen Anschluss des Prüfkabels (Plus) an. Platzieren Sie eine schwarze Krokodilklemme an den schwarzen Anschluss (Minus) und an einen geeigneten Masseanschluss im Motorraum an. Die Stromzange an die Minusleitung des zu testenden Einspritzventils anschließen. Dazu ggf. das Schaltbild des Herstellers hinzuziehen.

Abbildung 1 zeigt die Anschlüsse.

Beispielkurven

Anmerkungen zur Beispielkurve

Kanal A

Zeigt den Strom am Einspritzventil. Am Einspritzpunkt steigt die Stromstärke von null bis auf ca. 15 Ampere. Dort tritt eine kurze Unterbrechung ein, bevor sie weiter auf knapp über 17,5 Ampere ansteigt. Die Stromstärke bleibt kurzzeitig hoch, bevor sie auf ca. 11 Ampere absinkt und dann in eine mehrfach pulsierende Phase eintritt.

Kanal B

Zeigt den spannungsführenden Schaltkreis des Einspritzventils. Dabei muss beachtet werden, dass die Einspritzventile spannungsführend geschaltet werden. Am anfänglichen Einspritzpunkt wird die normale Batteriespannung von ca. 14 Volt angezeigt. Die Versorgungsspannung wird zur Erzeugung der Einspritzphasen im Laufe der Einspritzdauer von rund 2 ms moduliert.

Kanal C

Zeigt den Erdschaltkreis des Einspritzventils. Am Ende der Einspritzzeit bricht die Spannung in den elektromagnetischen Wicklungen des Einspritzventils zusammen und diese induzierte Spannung steigt bis auf ca. 50 Volt.

Technische Informationen

Die elektromechanischen Einspritzeinheiten sind im Zylinderkopf untergebracht, und werden über einen runden Mehrfachstecker an der Rückseite des Zylinderkopfs mit den einzelnen Einspritzdüsen verdrahtet. Diese Einspritzventile unterscheiden sich von Common-Rail-Einspritzdüsen dadurch, dass der hohe Kraftstoffdruck durch einen zusätzlichen, von der Nockenwelle verlaufenden und direkt auf die Einspritzventile zur Verdichtung des Kraftstoffs wirkenden Kipphebel erzeugt wird, sodass sich eine Hochdruckpumpe erübrigt. Mit diesem Verfahren wird ein Druck von 1.800 bis 2.050 Bar erzeugt.

Die Volkswagen Audi Gruppe bezeichnet dies als Pumpe-Düse-System (PD).


Abbildung 2 zeigt ein Bosch-Einspritzsystem, wie es in den VW-Motoren 1.4, 1.9 und 2.5 verwendet wird.
1.4, 1.9 oder 2.5 VW Motoren.

Auch die elektrische Steuerung unterscheidet sich vom Common-Rail-System, da die Versorgungsspannung der normalen Batteriespannung entspricht. Die Einspritzung wird über die Plusversorgung gesteuert und nicht durch Steuerung der Erdrückleitung.

Wie bei allen modernen Einspritzsystemen gibt es eine Vor- und eine Haupteinspritzphase zur Eindämmung von Lärm und Abgasen und um eine gleichmäßige Verbrennung zu erhalten. Der Anstieg des Einspritzstroms von null bis zum Höchstwert ist die Voreinspritzphase. Der Zeitraum, in dem der Strom mehrfach pulsiert, ist die Haupteinspritzphase.

AT385-1(DE)

Haftungsausschluss
Diese Online-Hilfe kann ohne vorherige Benachrichtigung geändert werden. Die Informationen darin wurden sorgfältig geprüft und als korrekt erachtet. Die Informationen sind ein Beispiel, das auf unseren Untersuchungen beruht und keine definitive Erklärung. Pico Technology haftet in keiner Weise für irgendwelche Fehler. Jedes Fahrzeug kann anders sein und benötigt individuelle Testeinstellungen.