Messwertwandler (WPS500X) Ansaugkrümmerdruck bei Leerlauf im Ottomotor Fahrzeuge mit oder ohne Turboaufladung, ohne variablen Ve

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Dieser Test bewertet den Druck im Ansaugkrümmer unter Motorleerlaufkonditionen und analysiert die dynamischen Änderungen des Ansaugkrümmerdrucks aufgrund von Öffnen und Schließen des Ventils.

Beachten: Der Druck im Krümmer bezieht sich direkt auf Folgendes: Ansaugbedingung und Strömung, Drosselstellung, Ventilsteuerung, Abgasströmung und alle Ladedrücke, die durch Zwangsansaugung ausgeübt werden.

Alle nummerischen Angaben auf dieser Hilfeseite sind spezifisch und nicht für jeden Motorentyp anwendbar.

Alle Werte, die unterhalb WPS500X erhalten werden, beziehen sich auf den Überdruck.

Der Ansaugdruck vor dem Drosselventil (Lufteinlassseite, Überdruck) wird hier als Bezugsdruck = 0 mbar bezeichnet.

Der Ansaugdruck hinter dem Drosselventil (Motorenseite, Unterdruck) wird hier als Vakuum = unter 0 mbar bezeichnet.

Stellen Sie sicher, dass der WPS500X vor Beginn dieses Tests komplett aufgeladen ist.

Picoscope and WPS500X

Figure 1 - Scope and WPS500X

Ausführen des Tests

Zubehörteile PicoScope-Einstellungen
1. BNC zu BNC-Prüfkabel

 

1. Kanal A WPS500X-Option Bereich 2
2. Messwertwandler (WPS500X) 2. Kanal A ± 1 Bar
3. Unterdruckschlauch (TA085) 3. Zeitbasis200 ms/div
4. Unterdruckadapter (TA129) 4. Stellen Sie sicher, dass der Motor mit Leerlaufdrehzahl läuft und die korrekte Betriebstemperatur aufweist.
  1. Schließen Sie das BNC-Prüfkabel an Kanal A Ihres Oszilloskops und die BNC-Buchse des WPS500X-Messwandlers an.
  2. Während die Testöffnung offen ist, schalten Sie den WPS500X ein und warten Sie, bis der Eigentest beendet ist (eine LED läuft von Bereich 1 auf 3 und kehrt nach 1 zurück).
  3. Drücken Sie den Taster für Bereich und wählen Sie Bereich 2 (-15 bis 50 psi)(wählen Sie keine Zoom-Funktionen).
  4. Schließen Sie den Unterdruckschlauch an die Einlassöffnung des WPS500X an.
  5. Stecken Sie den Unterdruckadapter in den Unterdruckschlauch.
  6. Bringen Sie Schlauch und Adapter an irgendeiner zugänglichen Krümmerunterdruckzufuhr an.
  7. Bedienen Sie sich Ihrer Oszilloskopsoftware, indem Sie entweder die Leertaste auf Ihrer Tastatur oder den Start-Taster in PicoScope drücken.
  8. Lassen Sie den Motor an, und warten Sie, bis sich die Leerlaufdrehzahl stabilisiert (stellen Sie sicher, dass das Drosselventil in Leerlaufposition steht).
  9. Messen Sie den Ansaugunterdruckwert und notieren Sie ihn. Dabei ist der WPS500X auf Bereich 2 ein- und die Zoomfunktion ausgestellt.Beachten: Speichern Sie die Daten in diesem Schritt, bevor Sie mit Schritt 10 fortfahren.
  10. Messen Sie den Ansaugunterdruckwert, und notieren Sie ihn. Dabei ist der WPS500X auf Bereich 2 und Zoompegel 3 eingestellt.

Wir empfehlen, Ihren WPS500X nach dem Gebrauch wieder aufzuladen, damit er für zukünftige Messungen betriebsbereit ist.

Kanal A

zeigt den Ansaugkrümmerunterdruckwert (-690 mbar) während des Leerlaufs, dabei ist der WPS500X Druckwandler auf Bereich 2 ohne Zoom eingestellt. Beachten Sie das Rippelereignis, siehe Abbildung 3 unten.

Die Grüne Liniezeigt einen Bezugsdruck von 0 mbar an.

Kanal A

zeigt die Ansaugkrümmer-Unterdruckpulsierungen (Rippel) im Verhältnis zum Öffnen/Schließen des Ventils bei Leerlauf in 1000-facher Vergrößerung an. Die Kurve stellt nicht länger den Wert des Unterdrucks dar: Siehe Diagnoseabschnitt unten.

Diagnose

Kanal A : Wenn Sie Zoompegel 3 Ihres WPS500X wählen, wird der erhaltene Krümmerunterdruckwert auf Abbildung 2 (-690 mbar) auf der Null-Linie (schwarzer Markierer) dargestellt und entfernt dabei den statischen Unterdruckwert. Dies zeigt die dynamischen Pulsierungen, die im Unterdrucksignal verborgen sind, an, indem die Welle 1000-fach vergrößert wird. Nun können Sie die Kurve auf Unregelmäßigkeiten untersuchen, die auf die Zylinderkopfventilaktion zurückzuführen sind.

Ziehen Sie die technischen Daten des Fahrzeugs für spezielle Testbedingungen und Ergebnisse hinzu.

Typische Werte (wenn der Motor die korrekte Betriebstemperatur aufweist und ohne Lasten im Leerlauf ist).

1. Motor im Leerlauf - ohne Zoom

Wenn die Motorleerlaufdrehzahl sich stabilisiert hat und alle Lasten auf dem Motor ausgeglichen sind, müsste der Krümmerunterdruck der Leerlaufdrehzahl einigermaßen stabil bleiben, in der Regel zu einem Wert von -690 mbar.

Beachten: Eine Reduktion im Krümmerunterdruckwert (mit reduzierter Wellenform) kann auf einen mechanischen Defekt aufgrund von Pumpverlusten hinweisen (ungenügende Kolbenabdichtung) oder auf eine Leckstelle im hinter dem Drosselventil geschalteten Ansaugsystem (zwischen Drosselventil und Motor).

Unregelmäßige Pulsierungen/Wellen im Krümmerunterdruck, möglicherweise noch begleitet von einer unstabilen Leerlaufdrehzahl und einem niedrigen Ansaugkrümmerunterdruckwert, könnte auf Probleme mit dem Zylinderkopfventil hinweisen. Um die Quelle der Pulsierungen zu identifizieren, wählen Sie Zoompegel 3 unten.

2. Motor im Leerlauf - Zoompegel 3

Wählen Sie Zoompegel 3 durch dreimaliges Drücken des ZOOM-Tasters 3 auf der Steuertafel Ihres WPS500X. Dadurch wird nur die in der Kurve vorhandene Pulsierung/Rippel aufgrund der Öffnen- und Schließen-Funktionen der Zylinderkopfventile vergrößert. Beziehen Sie sich nicht auf die Druckskala auf Ihrem Oszilloskop, wenn Sie die Zoom-Funktion benutzen, da nur die Wellenform auf dem Bildschirm dargestellt wird, nicht der Krümmerunterdruckwert. Nun da die Wellenform (Rippel) vergrößert ist, können Sie die Bildung der Kurve analysieren, da alle Unregelmäßigkeiten in der Spitze/Spitze- oder Sägezahn-Bildung über alle Spitzen/Tiefen hinweg auf eine schlechte Abdichtung der Ansaug-/Abgasventile hinweisen könnten.

Jetzt können wir sehen, wie die Unterdruckpulsierung/-wellenform gebildet wird. Indem der Kolben in der Bohrung absteigt, wird Luft in den Zylinder geführt und erstellt so einen negativen Impuls. Stellen Sie sich nun vor, 4 Zylinder würden Luft zu verschiedenen Zeiten zu hohen Geschwindigkeiten ansaugen. Das Ergebnis sind die Pulsierungen/Wellenform, die Sie auf Abbildung 3 ansehen können.

Bewerten der Motorkonditionen mithilfe des WPS500X und PicoScopes zeigt mehr Informationen über den Zustand Ihres Motors, als je für möglich gehalten wurde, angesichts der Auflösung und Geschwindigkeit von sowohl Wandler als auch Oszilloskop. Aus diesem Grund müssen wir berücksichtigen, dass die Vielzahl der Motorkonstruktionen, Ansaug- und Abgassysteme und durchdachte variable Ventilsteuerungen alle eine Auswirkung auf die Kurve haben, die von Fahrzeug zu Fahrzeug anders ist.

Seien Sie äußerst vorsichtig, wenn Sie Ansaugkrümmerpulsierungen analysieren. Vergessen Sie nicht, wir such nach Anomalien in den Kurvenmustern, nach Unregelmäßigkeiten, die sich wiederholt bemerkbar machen. Wenn Sie wissen, wie Pulsierungen gebildet werden, haben Sie den Schlüssel zu einer nicht-invasiven Bewertung und Diagnose eines Motorzustands.

  • Das Tief wird während des Ansaugtakts gebildet, indem sich ein Unterdruck über den absinkenden Kolben entwickelt, während Luft in den Zylinder gesaugt wird.
  • Die Spitze wird während des Übergangs des Kolbens vom UT beim Ansaugtakt zum Verdichtungstakt gebildet. Beachten Sie, dass je nach Design des Motors der Ansaugventilschließer um bis zu 40 Grad hinter dem UT des Ansaugtakt verzögert werden kann.
  • Die Sägezahnkurve wird während der Ventilüberschneidungen gebildet, währenddessen Abgase und Ansaugluft kurz gemischt werden und so die Auswirkungen im Ansaugkrümmer zu spüren sind. Allerdings kann das Sägezahnmuster aufgrund von schlecht sitzenden oder sich festgefressenen Ventilen auch potenzielle Bereiche der Luftstromturbulenz anzeigen. Das Sägezahnmuster wird in der Regel nur gebildet, wenn der Motor läuft und NICHT angelassen wird.

Noch einmal, bedenken Sie stets, dass wir die Kurve auf Unregelmäßigkeiten überprüfen und deshalb ein Sägezahnmuster über alle Pulsierungen hinweg für den im Test stehenden Motorentyp ganz normal ist, da es höchst unwahrscheinlich ist, dass jedes Ventil innerhalb des Motor schlecht sitzt oder sich festgefressen hat.

Wenn man versucht, einen aufgrund einer Unregelmäßigkeit anstößigen Zylinder in den vergrößerten Unterdruckpulsierungen zu identifizieren, ist es ratsam ein Zündungsereignis auf einem zusätzlichen Kanal Ihres Oszilloskops zu benutzen.

Unten finden Sie die Zündungsereignisse von Zylinder Nr. 1 und die Kurbelwellenposition angezeigt, während die Viertakte zwischen jedem Zündungsereignis markiert sind. Beachten Sie, wie das vom Kolben beim Ansaugtakt des Zylinders Nr. 1 gebildete Tief 2 Impulse rechts vom Zündungsereignis stattfindet (um 2 Hübe/Impulse verschoben).

Man behält dies am leichtesten, wenn man an das Viertakte-Prinzip denkt, und daran, wo der Ansaugtakt nach dem Zündungs-/Einschaltereignis einsetzt.

STROM (ZÜNDUNG) - 1. ABGAS - 2. ANSAUGUNG - 3. VERDICHTUNG

Der Ansaugtakt tritt 2 Impulse rechts von Ihrem Zündungsereignis auf.

Wenn ein Zündungsereignis gegen Ihre Pulisierungskurve unter Verwendung der Zündfolge angezeigt wird, benutzen Sie die Zündfolge, um die restlichen Unterdruckimpulse zu identifizieren. In unserem Beispiel oben haben wir einen 4-Zylindermotor mit der Zündfolge 1 > 3 > 4 > 2. Anwendung der Zündfolge zeigt die Impulse für die restlichen Zylinder in der Folge 3 > 4 > 2.

Weitere Informationen

Der interne Verbrennungsmotor ist mit einer mechanischen Pumpe vergleichbar, bei der Luft durch das Ansaugrohr angesaugt und durch das Abgasrohr herausgezwängt wird. Die Leistungsfähigkeit des Motors ist von diesem Verfahren stark abhängig, es wird auch oft als die „Motorenatmung“ bezeichnet. Während des Ansaugtakts unseres unten dargestellten Ottomotors wird Luft in den relevanten Zylinder gesaugt, aber die Luftströmung trifft auf einen Widerstand in der Form unseres Drosselventils. Das Drosselventil bleibt in fast geschlossener Stellung und lässt nur einen kleinen Bereich frei, in den die Luft gesaugt werden und die den Zylinder beim Ansaugtakt erreichen kann. Man könnte es mit einer Fahrradpumpe vergleichen: wenn Sie Ihren Finger über den Lufteintritt zur Pumpe halten, während Sie am Griff ziehen, so ist die Luftströmung zur Pumpe begrenzt und kreiert ein Vakuum unter Ihrem Finger.

Dieser Test zeigt Ihnen die Leistungsfähigkeit und Funktionstüchtigkeit des Motors beim Leerlauf und ermöglicht Ihnen, Folgendes zu identifizieren: Unterdruckmangel aufgrund von Luftleckstellen, Pumpverlust oder Unregelmäßigkeiten in den Ansaug-/Abgasventilen.

AT427-1(DE)

Haftungsausschluss
Diese Online-Hilfe kann ohne vorherige Benachrichtigung geändert werden. Die Informationen darin wurden sorgfältig geprüft und als korrekt erachtet. Die Informationen sind ein Beispiel, das auf unseren Untersuchungen beruht und keine definitive Erklärung. Pico Technology haftet in keiner Weise für irgendwelche Fehler. Jedes Fahrzeug kann anders sein und benötigt individuelle Testeinstellungen.