Mehrpunkteinspritzventil - Mehrpunkt (Spannung)

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Anschluss des Oszilloskops beim Messen Beispielkurve eines Mehrpunkt-Einspritzventils (Spannung)

Schließen Sie ein BNC-Prüfkabel an Kanal A des PicoScopes an. Platzieren Sie eine große schwarze Krokodilklemme auf das Prüfkabel mit dem schwarzen Stecker (Minus) und eine Prüfspitze oder Multitester-Sonde auf das Prüfkabel mit dem roten Stecker (Plus). Befestigen Sie die schwarze Krokodilklemme auf den Minuspol der Batterieklemme und sondieren Sie die geschaltete Erdungsseite des Einspritzventils mit der Prüfspitze oder Multitester-Sonde. Als Alternative kann der TA012 Zwei-Pin-Prüfleitungsadapter benutzt werden, wie auf Abbildung 1 dargestellt wird.

Wenn die Beispielkurve auf dem Bildschirm angezeigt wird, können Sie nun die Leertaste drücken, um sich Live-Messwerte anzusehen. Betätigen Sie das Gaspedal schnell vom Leerlauf auf Vollgas und beobachten Sie, wie die Signalkurve sich bei Beschleunigung ausdehnt und (bei einigen Modellen) und bei Überlauf abgesperrt wird. Diese Kurve wird durch die fallende Spannung stabilisiert, um den Oszilloskop zu triggern.

Beispielkurven

Anmerkungen zur Beispielkurve

Das Einspritzventil ist eine elektromechanische Vorrichtung, die von einer 12-Volt-Spannung gespeist wird. Diese Spannung ist nur präsent, wenn der Motor angelassen wird oder läuft, weil die Spannungsversorgung über ein Tachometerrelais gesteuert wird.
Wie lange das Einspritzventil geöffnet bleibt, hängt von den Eingangssignalen ab, die das elektronische Motorsteuergerät von seinen verschiedenen Motorsensoren empfängt.

Bei der Einspritzzeit wird außerdem berücksichtigt, ob ein kalter Motor angelassen wird und wie lange er braucht, um sich zu erwärmen. Die Dauer wird auch bei Beschleunigung ausgedehnt. Das Einspritzventil hat eine konstante Spannungsversorgung während der Motor läuft, und die Erdungsleitung über das Steuergerät geschaltet. Das Ergebnis kann auf der Beispielkurve angesehen werden. Wird die Masse entfernt, so wird eine Spannung in das Einspritzventil induziert und eine Spannungsspitze von ca. 80 Volt aufgezeichnet.

Die Höhe der Spitze ist je nach Fahrzeug verschieden. Wenn Sie etwa 35 Volt sehen, liegt es daran, dass eine Zenerdiode im Steuergerät benutzt wurde, um die Spannung zu klemmen. Stellen Sie sicher, dass die obere Spitze rechtwinklig abgeschnitten ist, ein Anzeichen dafür, dass die Zenerdiode den Rest der Spitze abgeworfen hat. Ist das nicht der Fall, so bedeutet das, dass die Spitze nicht stark genug ist, die Zenerdiode zum völligen Abwerfen zu bringen, und das wiederum heißt, dass es ein Problem mit einer schwachen Einspritzventilwicklung gibt. Benutzt der Computer keine Zenerdiode, so beträgt die Spitze eines guten Einspritzventils 60 oder mehr Volt.

Eine Mehrpunkteinspritzung kann entweder sequenziell oder simultan erfolgen. Bei einem simultanen System werden alle 4 Einspritzventile gleichzeitig betätigt und jeder Zylinder erhält 2 Einspritzimpulse pro Takt (720° Kurbelwellenumdrehung). Ein sequenzielles System erhält nur 1 Einspritzimpuls pro Takt, der zeitgleich mit dem Öffnen des Einlassventils erfolgt.

Als ungefährer Leitfaden für einen Motor zu normaler Betriebstemperatur sind Einspritzventildauern zu Leerlaufdrehzahl:

  • 2,5 ms - Simultan
  • 3,5 ms - Sequenziell

Technische Informationen - elektronische Mehrpunkt-Einspritzventile

Das Mehrpunkteinspritzventil ist eine elektromechanische Vorrichtung, die von einer 12-Volt-Spannung entweder über ein Einspritzrelais oder das elektronische Steuergerät (ECM) gespeist wird.

Diese Spannung ist nur präsent, wenn der Motor angelassen wird oder läuft, weil die Spannungsversorgung über ein Tachometerrelais gesteuert wird.

Das Einspritzventil wird über ein Common-Rail mit Kraftstoff versorgt. Wie lange das Einspritzventil geöffnet bleibt, hängt von den Eingangssignalen ab, die das elektronische Motorsteuergerät von seinen verschiedenen Motorsensoren empfängt. Dabei gehen u. a. folgende Signale ein:

  • Widerstand des Kühlmitteltemperaturfühlers.
  • Ausgangsspannung des Luftmassenmessers (falls vorhanden).
  • Widerstand des Lufttemperaturfühlers.
  • Signal vom MAP-Sensor (falls vorhanden).
  • Position des Gasschalters / Potenziometers.

Bei der Einspritzzeit wird außerdem berücksichtigt, ob ein kalter Motor angelassen wird und wie lange er braucht, um sich zu erwärmen, d.h. eine längere Dauer, die die Einspritzzeit verkürzt, so wie der Motor sich auf seine Betriebstemperatur aufheizt.
Bei Beschleunigung verlängert sich die Einspritzzeit und bei leichter Belastung wird sie verkürzt.

Je nach angewandtem System, kann das Einspritzventil entweder einmal oder zweimal pro Takt zünden. Die Einspritzventile sind parallel verdrahtet, mit simultaner Einspritzung und zünden alle gleichzeitig zusammen (siehe Abbildung 2). Die sequenzielle Einspritzung, wie auch die simultane, verfügt über eine gemeinsame Versorgung für jedes Einspritzventil, aber im Gegensatz zur simultanen hat sie eine separate Erdungsleitung für jedes Einspritzventil (siehe Abbildung 3). Das einzelne Zünden erlaubt dem System in Verbindung mit dem Phasenfühler, den Kraftstoff zu liefern, wenn das/die Einlassventil/e geöffnet sind und die angesaugte Luft dazu beiträgt, den Kraftstoff zu zerstäuben.
Häufig sind Einspritzventile auch in „Banken“ in Motoren mit V-Anordnung zu finden (siehe Abbildung 4). Der Kraftstoff wird nacheinander an jede Bank geliefert. Beim Jaguar V12 werden die Einspritzventile in 4 Gruppen von je 3 Einspritzventilen gezündet.

Aufgrund der Frequenz des Zündens der Einspritzventile ist zu erwarten, dass ein sequenzielles Einspritzventil doppelt die Dauer oder Öffnung hat, als ein simultaner Impuls. Dies wird jedoch von der Strömungsrate des Einspritzventils bestimmt.

Das Einspritzventil besteht aus einem magnetbetätigten Ventil, das durch Federkraft geschlossen bleibt, bis die Erdleitung vom Steuergerät hergestellt ist. Sobald das elektromagnetische Feld die Nadel von ihrem Sitz hebt, wird Kraftstoff zum Motor geführt. Der Gesamthub der Nadel beträgt ca. 0,15 mm und hat eine Reaktionszeit von ca. 1 Millisekunde.

Das Einspritzventil besteht aus einem magnetbetätigten Ventil, das durch Federkraft geschlossen bleibt, bis die Erdleitung vom Steuergerät hergestellt ist. Sobald das elektromagnetische Feld die Nadel von ihrem Sitz hebt, wird Kraftstoff zum Motor geführt. Der Gesamthub der Nadel beträgt ca. 0,15 mm und hat eine Reaktionszeit von ca. 1 Millisekunde.

AT382-2(DE)

Haftungsausschluss
Diese Online-Hilfe kann ohne vorherige Benachrichtigung geändert werden. Die Informationen darin wurden sorgfältig geprüft und als korrekt erachtet. Die Informationen sind ein Beispiel, das auf unseren Untersuchungen beruht und keine definitive Erklärung. Pico Technology haftet in keiner Weise für irgendwelche Fehler. Jedes Fahrzeug kann anders sein und benötigt individuelle Testeinstellungen.