Mehrpunkteinspritzer - Mehrpunkt (Strom) Unter Verwendung einer 0 bis 60 A-Niederstromzange

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Anschluss des Oszilloskops beim Messen der Stromkurve für einen Mehrpunkteinspritzer

Legen Sie die 60 A-Stromzange an Kanal A des PicoScopes. Wählen Sie den 20-A-Bereich, und schalten Sie die Stromzange ein. Vor dem Anschließen der Stromzange an den Stromkreis die Nulltaste drücken.

Die Stromzange am Stromleiter des Einspritzventils anlegen. Wenn der Draht nicht leicht zugänglich ist, ziehen Sie den Verbinder aus dem Einspritzventil und benutzen Sie das TA012 Zwei-Pin-Breakout-Kabel. Die 60 A-Klemme kann um den blauen oder gelben freiliegenden Kabelteil des Adapters gelegt werden, wie in Abbildung 1dargestellt wird. Da es immer verschieden ist, welche Klemmenbrücke die Versorgung trägt, ist es notwendig beide Kurven zu beobachten und die korrekte zu wählen.

Beispielkurven

Anmerkungen zur Beispielkurve

Die Beispielkurve zeigt deutlich auf, dass sie in zwei leicht zu definierende Bereich aufgeteilt ist. Der erste Teil der Kurve ist für die elektromagnetische Kraft verantwortlich, die die Nadel anhebt. In unserem Beispiel dauert das etwa 1,6 ms. An diesem Punkt kann man sehen, wie die Stromstärke abfällt, bevor sie wieder steigt, während die Nadel offen gehalten wird. In Anbetracht dessen kann man sehen, dass die Zeitdauer, die das Einspritzventil offen gehalten wird, nicht unbedingt der gemessenen Zeit entspricht. Es ist jedoch nicht möglich, zu berechnen, wie lange die Ventilfeder dazu braucht, das Einspritzventil völlig zu schließen und den Kraftstofffluss abzusperren.
Dieser Test ist optimal geeignet, Einspritzventile mit einer unakzeptabel langsamen Magnetreaktion zu identifizieren. Ein derartiges Einspritzventil liefert nicht die erforderliche Kraftstoffmenge, und der betroffene Zylinder würde mit einem zu mageren Gemisch laufen.

Technische Informationen

Das Mehrpunkteinspritzventil ist eine elektromechanische Vorrichtung, die von einer 12-Volt-Spannung entweder über ein Einspritzrelais oder das elektronische Steuergerät gespeist wird.

Diese Spannung ist nur präsent, wenn der Motor angelassen wird oder läuft, da die Spannungsversorgung über ein Tachometerrelais gesteuert wird.

Das Einspritzventil wird über ein Common-Rail mit Kraftstoff versorgt. Wie lange das Einspritzventil geöffnet bleibt, hängt von den Eingangssignalen ab, die das elektronische Motorsteuergerät von seinen verschiedenen Motorsensoren empfängt. Dabei gehen u. a. folgende Signale ein:

  • Widerstand des Kühlmitteltemperaturfühlers.
  • Ausgangsspannung des Luftmassenmessers (falls vorhanden).
  • Widerstand des Lufttemperaturfühlers.
  • Signal vom MAP-Sensor (falls vorhanden).
  • Position des Gasschalters / Potenziometers.

Bei der Einspritzzeit wird außerdem berücksichtigt, ob ein kalter Motor angelassen wird und wie lange er braucht, um sich zu erwärmen, d.h. eine längere Dauer, die die Einspritzzeit verkürzt, so wie der Motor sich auf seine Betriebstemperatur aufheizt.
Bei Beschleunigung verlängert sich die Einspritzzeit und bei leichter Belastung wird sie verkürzt.

Je nach angewandtem System, kann das Einspritzventil entweder einmal oder zweimal pro Takt zünden. Die Einspritzventile sind parallel verdrahtet, mit simultaner Einspritzung und zünden alle gleichzeitig zusammen (siehe Abbildung 2).

Die sequenzielle Einspritzung, wie auch die simultane, verfügt über eine gemeinsame Versorgung für jedes Einspritzventil, aber im Gegensatz zur simultanen, hat sie einen separaten Erdpfad für jedes Einspritzventil (siehe Abbildung 3). Das einzelne Zünden erlaubt dem System in Verbindung mit dem Phasenfühler, den Kraftstoff zu liefern, wenn das/die Einlassventil/e geöffnet sind und die angesaugte Luft dazu beiträgt, den Kraftstoff zu zerstäuben.

Häufig sind Einspritzventile auch in „Banken“ in Motoren mit V-Anordnung zu finden (siehe Abbildung 4). Der Kraftstoff wird nacheinander an jede Bank geliefert. Beim Jaguar V12 werden die Einspritzventile in 4 Gruppen von je 3 Einspritzventilen gezündet.

Aufgrund der Frequenz des Zündens der Einspritzventile ist zu erwarten, dass ein sequenzielles Einspritzventil doppelt die Dauer oder Öffnung hat, als ein simultaner Impuls. Dies wird jedoch von der Strömungsrate des Einspritzventils bestimmt.

Das Einspritzventil besteht aus einem magnetbetätigten Ventil, das durch Federkraft geschlossen bleibt, bis die Erdleitung vom Steuergerät hergestellt ist. Sobald das elektromagnetische Feld die Nadel von ihrem Sitz hebt, wird Kraftstoff zum Motor geführt. Der Gesamthub der Nadel ist ca. 0,15 mm und hat eine Reaktionszeit von ca. 1 Millisekunde.

Abbildung 5 zeigt einen Querschnitt eines elektronischen Kraftstoffeinspritzventils an. Abbildung 6 zeigt ein elektronisches Kraftstoffeinspritzventil an.

AT036-2(DE)

Haftungsausschluss
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