„Intelligenter“ Drehstromgenerator

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Anschluss des Oszilloskops

Kanal A - Drehstromgenerator-Stromausgang

Schließen Sie die 600-A-Stromzange an Kanal A des Oszilloskops an. Die Stromzange muss an dem vom Drehstromgenerator zur Batterie verlaufenden Haupt-Pluskabel angelegt werden. Stromzange einschalten und nullen.

Kanal B - Rückmeldung vom Drehstromgenerator

Schließen Sie ein BNC-Prüfkabel an Kanal B des Oszilloskops an. Schließen Sie eine Prüfspitze an den farbigen Stecker des Prüfkabels (Plus) und eine schwarze Krokodilklemme an den schwarzen Stecker (Minus) an. Platzieren Sie die schwarze Krokodilklemme auf eine geeignete Masse im Motorraum. Tasten Sie Pin 1 am Mehrfachstecker des Drehstromgenerators ab (oder ziehen Sie den Schaltplan des Herstellers hinzu).

Kanal C - Befehlssignal an den Drehstromgenerator

Schließen Sie ein BNC-Prüfkabel an Kanal C des Oszilloskops an. Schließen Sie eine Prüfspitze an den farbigen Stecker des Prüfkabels (Plus) und eine schwarze Krokodilklemme an den schwarzen Stecker (Minus) an. Platzieren Sie die schwarze Krokodilklemme auf eine geeignete Masse im Motorraum. Tasten Sie Pin 2 am Mehrfachstecker des Drehstromgenerators ab (oder Schaltbild des Herstellers hinzuziehen).

Abbildung 1 zeigt die Anschlüsse.

Beispielkurven

Anmerkungen zur Beispielkurve

Kanal A - Drehstromgenerator-Stromausgang

Die Stromzange muss an das Pluskabel vom Drehstromgenerator zur Batterie geklemmt werden. Wenn die Klemme beispielsweise am Minuspol der Batterie angebracht wird, zeigt sie nur das Verhältnis zwischen dem vom Generator erzeugten und dem von den Stromverbrauchern aufgenommenen Strom. In diesem Fall ändern sich die gemessenen Stromwerte nicht wesentlich, wenn weitere Verbraucher an das System angeschlossen werden.

Im unbelasteten Zustand schaltet der Drehstromgenerator bei ca. 14 Ampere. Werden die Stromverbraucher, z. B. Heckscheibenheizung, Scheinwerfer und Heizlüfter eingeschaltet, so steigt der Ausgangsstrom auf etwa 70 Ampere.

Kanal B - Rückmeldung vom Drehstromgenerator

Dieses Signal wird dem elektronischen Motorsteuergerät zurückgemeldet und bleibt ein konstantes rechteckiges oder pulsbreitenmoduliertes Signal. Das Tastverhältnis des Signals ändert sich mit zunehmender Generatorleistung.

Kanal C - Ladeanforderungs- (oder Befehls-) Signal an den Drehstromgenerator

Dieses Signal kommt vom elektronischen Steuergerät und ändert sich mit dem Ladebedarf. Es handelt sich wiederum um ein rechteckiges oder pulsbreitenmoduliertes Signal. Bei der Beispielkurve ohne Last ist das Signal inaktiv, da das Steuergerät außer dem laufenden Motor noch keine eingeschalteten Stromverbraucher erfasst hat. Im Beispiel mit voller Last ist das Signal aktiv und der Regler des Drehstromgenerators reagiert durch Erhöhen des Feldstroms und damit des Ausgangsstroms.

Das Tastverhältnis der grünen Kurve (Rückmeldung des Drehstromgenerators) bleibt ungeachtet des Strombedarfs praktisch unverändert.

Technische Informationen

Die meisten Hersteller verwenden mittlerweile vom Steuergerät des Fahrzeugs elektronisch gesteuerte Drehstromgeneratoren. Diese Steuersysteme bezeichnet man auch als Antriebsstrang-Steuergeräte oder PCM (Powertrain Control Module). Ford führte als erster Hersteller ein System ein, das man „intelligentes Ladesystem“ �Smart Charging� nannte.

Das diesem intelligenten Ladesystem zugrundeliegende Konzept ist relativ einfach. Eine Batterie ist in der Lage, im kalten Zustand eine Ladung mit etwas höherer Spannung aufzunehmen. Also lädt das Steuergerät die Batterie im kalten Zustand stärker auf und stimmt die Ladeleistung gegen den Bedarf der Stromverbraucher ab.

Der Drehstromgenerator arbeitet nur mit maximaler Kapazität, wenn absolut notwendig, und die Batterie ist immer gut aufgeladen. Die Batterietemperatur wird mithilfe des Ansauglufttemperatursensors geschätzt, da dieser einen guten Hinweis auf die unter der Motorhaube herrschende Temperatur liefert.

Batterietypenwarnung: Ford gibt vor, dass für dieses System eine Silber-Kalzium-Batterie verwendet werden muss. Eine herkömmliche Bleisäurebatterie ist nicht geeignet.

Haftungsausschluss
Diese Online-Hilfe kann ohne vorherige Benachrichtigung geändert werden. Die Informationen darin wurden sorgfältig geprüft und als korrekt erachtet. Die Informationen sind ein Beispiel, das auf unseren Untersuchungen beruht und keine definitive Erklärung. Pico Technology haftet in keiner Weise für irgendwelche Fehler. Jedes Fahrzeug kann anders sein und benötigt individuelle Testeinstellungen.