Digitales Schaltsignal für sekundäre Hochspannung und Zündverstärker

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Anschluss des Oszilloskops beim Messen des digitalen Schaltsignals für sekundäre Hochspannung und Zündverstärker

Kanal A - sekundärer Hochspannungskreis

Bei Motoren mit Einzelspulenzündungen ist die Zündspule direkt oben auf den Zündkerzen montiert. Dadurch ist es unmöglich, die Leistung des sekundären (Hochspannungs-) Zündkreises zu überwachen.

Um dieses Problem zu umgehen, entfernen Sie die Spulenanschlüsse am Mehrfachstecker und bauen Sie die Spulen entweder nacheinander oder das gesamte Spulenmodul aus. Dann können die Spulen und Zündkerzen mit Zündkerzenverlängerungskabeln (TA037) überbrückt werden. Die Mehrfachstecker der Spulen wieder anschließen und nach Bedarf zusätzliche Erdleitungen zwischen den Spulenmodulen und der Motorerde anbringen (siehe Gebrauchsanweisungen für Prüfkabel TA037).

Schließen Sie ein Hochspannungsabgreifkabel an Kanal A des Oszilloskops an. Schließen Sie die Krokodilklemme des Kabels an eine geeignete Masse und die Klemme des Abgreifkabels an das Prüfkabel TA037 an. Alle Einzelzündanlagen haben negativ gezündete Zündkerzen.

Kanal B - digitales Schaltsignal

Schließen Sie ein BNC-Prüfkabel an Kanal B des Oszilloskops an. Klemmen Sie eine Prüfspitze an den farbigen Stecker (Plus) am anderen Ende des Prüfkabels und eine große schwarze Krokodilklemme an den schwarzen Stecker (Erde) an. Schließen Sie die Krokodilklemme an eine geeignete Erde an, und tasten Sie das digitale Schaltsignal der Spule ab. Dazu ggf. die Herstellerdaten zurate ziehen. Abbildung 1 zeigt die Anschlüsse.

Das Hochspannungsabgreifkabel und die Akupunktursonde nacheinander an jede der Spulen anschließen, um sie zu testen.

Achtung: Die Zündung vor dem Anschließen und Trennen der Kabel stets abschalten!

Beispielkurven

Anmerkungen zur Beispielkurve

Die obige Beispielkurve zeigt die Beziehung zwischen der Hochspannung im Sekundärkreis auf Kanal A (blaue Kurve) und dem digitalen Auslösesignal (rote Kurve). Wenn das Auslösesignal steigt, wird der Primärstromkreis der Zündspule geschlossen. Dann durchfließt ihn der von der Batterie gelieferte Strom. Am Ende der Verweilzeit sinkt das Auslösesignal wieder ab, unterbricht den Primärstromkreis, wodurch die Sekundärwicklung eine Hochspannung erzeugt.

Technische Informationen

Da auf der Abbildung zwei Kurven zu sehen sind, werden diese nacheinander erläutert.

Digitales Schaltsignal (rote Kurve)

Das Niederspannungssignal pegelt zwischen 0 Volt und 4 Volt. Wenn das Auslösesignal 4 Volt erreicht, schaltet sich die Zündspule ein und die Verweil- bzw. Sättigungszeit beginnt. Wenn die Spannung wieder auf null absinkt, wird der Strom in der Primärwicklung in der Zündspule ausgeschaltet und der Magnetfluss in ihrem Eisenkern bricht zusammen, was eine Spannung im Sekundärstromkreis auslöst. So wird die Hochspannung erzeugt.

Die Ein- und Ausschaltpunkte der Spule werden vom elektronischen Steuergerät des Fahrzeugs vorgegeben. Die Verweilzeit wird bei einem Motor mit elektronischer Zündung durch den Strombegrenzungskreis im Zündverstärker oder elektronischen Steuergerät gesteuert.

Bei einem System mit konstanter Energie wird die Verweildauer unabhängig von der Motordrehzahl festgelegt. So kann die Spule komplett gesättigt und ein maximaler Magnetfluss erreicht werden. Der im Verhältnis zu einer kompletten Motorumdrehung von 360° gemessene Verweilwinkel steigt mit zunehmender Drehzahl.

Hochspannung im Sekundärstromkreis (blaue Kurve)

Der moderne Motor einer Zündspule pro Zylinder hat alle Vorteile eines elektronischen Zündsystems mit konstanter Energie sowie den zusätzlichen Vorteil, dass sich Verteilerkappe, Zündverteilerkabel, Rotorarm und Zündkerzenkabel erübrigen. Durch Feuchtigkeit und Kriechstrom hervorgerufene Probleme werden dadurch nun fast vollständig eliminiert.

Im Unterschied zu einer herkömmlichen verteilerlosen Zündung, bei der die Zündkerzen sowohl mit positiver als auch negativer Spannung gezündet werden, zündet das CPC-System die Zündkerzen nur negativ, was deren Lebensdauer erhöht.

In der Primärwicklung der Zündspule sitzt die Sekundärwicklung. Diese ist um einen mehrfach laminierten Eisenkern gewickelt und hat etwa 20.000 bis 30.000 Windungen. Ein Ende ist an die Primärwicklungsklemme, das andere am Spulendom angeschlossen. Die Hochspannung wird durch gegenseitige Induktion zwischen der Primärwicklung und der Sekundärwicklung erzeugt. Der Weicheisenkern im Inneren verstärkt das Magnetfeld zwischen ihnen.

Die an der Zündkerze gemessene Spannung ist die Spannung, die benötigt wird, um den Elektrodenabstand unter verschiedenen Bedingungen zu überbrücken. Die Spannung wird von folgenden Aspekten beeinflusst:

Pindaten

Unsere Beispielkurve stammt von einem Volkswagen Polo. Dabei wurden die folgenden vier Spulenanschlüsse verwendet:

Pin 1: Erdung

Pin 2: Schutzerde

Pin 3: Digitales Schaltsignal des Steuergeräts

Pin 4: Versorgungsspannung

• Der Elektrodenabstand: Ein großer Elektrodenabstand erhöht die Zündspannung.

• Verschlissene Zündkerzen: Eine verringerte Oberfläche erhöht die Zündspannung.

• Verdichtung: Eine niedrige Verdichtung reduziert die Zündspannung.

• Kraftstoffversorgung des Motors: Ein fettes Gemisch senkt die Zündspannung.

• Kriechstrom zur Masse: Senkt die Zündspannung.

• Verschmutzte Zündkerzen: Reduzieren die Zündspannung.

AT137-3(DE)

Haftungsausschluss
Diese Online-Hilfe kann ohne vorherige Benachrichtigung geändert werden. Die Informationen darin wurden sorgfältig geprüft und als korrekt erachtet. Die Informationen sind ein Beispiel, das auf unseren Untersuchungen beruht und keine definitive Erklärung. Pico Technology haftet in keiner Weise für irgendwelche Fehler. Jedes Fahrzeug kann anders sein und benötigt individuelle Testeinstellungen.