ABS-Geschwindigkeitssensor

Sie brauchen ein PicoSope, um diesen Test durchzuführen.

Anschluss des Oszilloskops

Es gibt mehrere verschiedene Anschlussmethoden, je nachdem, ob Sie einen einzelnen oder mehrere Sensoren untersuchen möchten. Außerdem müssen Sie entscheiden, ob der Sensor statisch am aufgebockten Fahrzeug geprüft werden kann oder einer Testfahrt unterzogen werden soll. Der Testpunkt hängt von der Art des Systems ab. Manchmal ist die flexible Verdrahtung der Mehrfachstecker leicht zugänglich, bei anderen Modellen wird sie in Kotflügel oder Trennwänden geführt, sodass keine Anschlüsse hergestellt werden können. In diesem Fall muss man die elektronische ABS-Steuerung orten und die Leitungen dort untersuchen. Um sicherzustellen, dass die korrekten Anschlüsse gemacht wurden, müssen die technischen Daten hinzugezogen werden. Außerdem müssen die korrekten zwei Sensordrähte mit der korrekten Polarität verbunden werden, damit das korrekte Signal am Oszilloskop angezeigt wird.

Statischer Fahrzeugtest

  1. Für diese Prüfung das Laufrad an der zu testenden Nabe aufbocken und das Fahrzeug auf Unterstellböcke stellen.
  2. Schließen Sie ein BNC-Prüfkabel an Kanal A des PicoScopes an.
  3. Bringen Sie eine kleine schwarze Krokodilklemme am schwarzen (-) Anschluss des BNC-Prüfkabels an.
  4. Bringen Sie eine kleine rote Krokodilklemme am farbigen (+) Anschluss des BNC-Prüfkabels an.
  5. Ziehen Sie den ABS-Geschwindigkeitssensor aus dem Steckplatz (oder bringen Sie die korrekten Drähte am ABS-Steuermodul an), und klemmen Sie die Krokodilklemmen an die flexible Sensor-Verdrahtung.

Drücken Sie nun die Leertaste des Computers, um sich Live-Messwerte anzusehen. Drehen Sie das Rad entweder von Hand, oder, wenn es angetrieben ist, lassen Sie den des Motor vorsichtig anlaufen, und wählen Sie einen geeigneten Gang.

Testfahrt

Für Live-Messwerte während der Testfahrt, lassen Sie die flexible Verdrahtung des Sensors angeschlossen (oder nehmen Sie die Anschlüsse an dem ABS-Steuermodul vor), und mithilfe der Prüfspitzen oder Multimetersonden verbinden Sie die beiden Induktivdrähte. Gleichzeitig können Sie auch die beiden Naben prüfen, indem Sie Kanal B einrichten. Stellen Sie sicher, dass alle Prüfkabel sich nicht in der Nähe von beweglichen oder heißen Bauteilen befinden.

Wie Sie den PicoScope-Einstellungen und der Beispielkurve auf dieser Seite entnehmen können, ist es wichtig, dass der Spannungsbereich für diesen Test auf Wechselstrom (AC) eingestellt ist.

Anmerkungen zur Beispielkurve

Das Antiblockiersystem (ABS) funktioniert basierend auf Informationen, die seiner elektronischen Steuerung von Sensoren gemeldet werden, die an den Radnaben des Fahrzeugs angebracht sind.

Verliert das ABS-Steuergerät beim starken Bremsen das Signal eines der Laufräder, so nimmt es an, dass dieses Rad blockiert ist, und löst kurzzeitig die Bremse, bis das Signal wiederkehrt. Es ist daher wichtig, dass die Sensoren dem ABS-Steuergerät ein Signal senden können.

Die Funktion eines ABS-Sensors ist der eines Kurbelwinkelsensors nicht unähnlich. Er benutzt einen kleinen Impulsgeber, der von der Bewegung eines phonischen Rads in seiner Nähe beeinflusst wird. Das Verhältnis zwischen phonischem Rad und Sensor führt zur Produktion einer kontinuierlichen Wechselstrom (AC)-Sinuswelle, die am Oszilloskop beobachtet werden kann. Der durch seinen beiden elektrischen Anschlüssen identifizierbare Sensor (einige weisen eine koaxial geflochtene Abschirmung auf), produzieren eine Ausgabe, die am Oszilloskop beobachtet und gemessen werden kann.

Front Hub ABS

Figure 2

ABS Castellated Drive Ring

Figure 3

Technische Informationen

Schon seit den frühen 1980er Jahren sind ABS-Steuerungen verbreitete Sicherheitsvorrichtungen bei Systemen von ATE, Bosch und Bendix. Die Systeme benutzen alle eine gleiche Betriebsstrategie und sind samt und sonders elektromechanisch.

Das elektronische ABS-Steuermodul muss einen laufenden Fluss Sinuswellen an allen Vieren der Fahrzeugräder sehen können. Wird jedoch gebremst und ein Rad wird „blockiert“, so verliert das Steuergerät das Signal vom schleudernden Rad. Sobald das Steuergerät dies erkennt, löst es sofort den hydraulischen Druck auf das fragliche Rad aus und „pulsiert“ sehr schnell den Druck innerhalb des Hydrauliksystems, um die Bremswirkung zu maximieren.

Ein mit einem ABS-System ausgerüstetes Fahrzeug bietet eine bessere Bremsleistung bei schlechtem Wetter, nassem Boden oder bei Rutschgefahr. Einige Fahrzeuge haben das ABS-System nur an ihren Vorderrädern angebracht.

Die ABS-Sensoren können auch eine andere Rolle spielen, wenn das Fahrzeug mit einer Antriebsschlupfregelung ausgerüstet ist, statt nach Signalverlusten aufgrund eines „blockierten“ Rads Ausschau zu halten. Steuergeräte mit Antriebsschlupfregelung beobachten die Frequenzen der Signale, um zu sehen, ob eines der die Räder sich dreht. Wird ein sich drehendes Rad erkannt, so wird die Motorleistungsausgabe reduziert, bis alle Frequenzen von den ABS-Sensoren die gleichen sind und der Antriebsschlupf wieder hergestellt ist. Einige Systeme bremsen kurzzeitig das sich drehende Rad, um Antriebsschlupf auf das andere Rad auszuüben.

Abbildung 2 stellt eine typische Vordernabe der ABS-Einrichtung dar, bei der eine Antriebswelle eine Reihe von Zähnen aufweist und der Geschwindigkeitssensor nahe daran angebracht ist.

Abbildung 3 stellt eine alternative Einrichtung auf, mit einem Kronenantriebsring, der am Radlager befestigt ist. Der induktive Sensor ist in eine Radkappe an der Innenseite der Fahrzeug-Nabeneinheit eingebaut.

AT003-3(DE)

Haftungsausschluss
Diese Online-Hilfe kann ohne vorherige Benachrichtigung geändert werden. Die Informationen darin wurden sorgfältig geprüft und als korrekt erachtet. Die Informationen sind ein Beispiel, das auf unseren Untersuchungen beruht und keine definitive Erklärung. Pico Technology haftet in keiner Weise für irgendwelche Fehler. Jedes Fahrzeug kann anders sein und benötigt individuelle Testeinstellungen.